…how it feels to be me…

…nachdem ich gelegentlich gefragt werde, wie es mir geht oder wie es sich anfühlt, wenn nach einem schub symptome sich nicht wieder zurückbilden…
nimm ein nicht weichgespültes frotteetuch.
reibe es für ein bis zwei minuten fest an einer beliebigen körperstelle.
das gefühl direkt danach, dieses „taube kribbeln“.
das. am ganzen körper, inklusive gesicht. 24 stunden am tag.

nimm eine leicht stumpfe nadel.
pieke dich damit an den fingerkuppen, fortwährend.
das. an händen und füßen. 24 stunden am tag.

nimm die erinnerung an den letzten zahnarztbesuch.
das gefühl, während die betäubungsspritze wirkt und alles ein wenig „off“ ist.
das. auf der rechten seite. 24 stunden am tag.

mein erschöpfungszustand und schlafdefizit dürfte dem von mehrfach-eltern entsprechen.
mein arbeitseinsatz vollzeit.
mein verlangen nach einem nebenwirkungsarmen wirksamen schmerzmittel: unbeschreiblich.

die ms hat tausend gesichter. nach außen hin tragen fast alle das eines gesunden.

 

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scheitern. fast nach plan.

vor ungefähr einem jahr frug mich mein kollege, ob ich mir nicht vorstellen könnte – wie er – künftigen bachelor-studenten finanzenglisch beizubringen. sprachlich sind wir beide gleichauf – er ist mit einer britin verheiratet und meine liebe zu land und leuten schlug sich auch irgendwann in wortschatz und aussprache positiv nieder. nach bedenkzeit und „ich komm mal mit und schau mir an, wie du das aufziehst“ sagte ich zu.
und habe damit schon den größten fehler gemacht: ich verließ mich in weiten teilen darauf, dass er sich mit einstiegs- und ausgangsniveau, lehrmaterial und dem ganzen drumherum hinreichend auseinandergesetzt hatte und es für brauchbar. weil er das sonst auch tut. weil er nicht erst seit gestern unterrichtet. und weil alles andere untypisch für ihn wäre.
seit september unterrichte ich nun. mit lehrmaterial, das mit level A2/B2 deutlich unter dem einstiegsniveau der meisten meiner durchaus motivierten und engagierten studenten liegt. das unterfordert und frustriert. und das nie und nimmer in die lage versetzt, in 2 jahren auf einem B1/C2-niveau inhalte verstehen und wiedergeben zu können. geschweige denn, eine prüfung erfolgreich abzulegen.
die für die materialauswahl verantwortliche hat sich mittlerweile aus der lehrtätigkeit zurückgezogen.
der für den studiengang verantwortliche sieht alles ganz locker („das wird schon“).
der kollege ist nur bedingt bereit, die studenten fachbezogen zu unterrichten.
und ich… …ich bin wütend.
auf mich selber, weil ich mich darauf eingelassen habe.
auf die verantwortlichen an der akademie, weil sie nicht willens sind, sich um geeignetes lehrmaterial zu kümmern (das es gibt(!), sogar im verbund. das aber angeblich nicht verwendet werden darf.).
auf die tatsache, dass man – um den studiengang ausgelastet zu bekommen – keinen bestandenen toefl-test zur zulassung voraussetzt und damit vermutlich 50% der studenten sehenden auges in ein offenes messer laufen lässt. weil nicht-bestehen im modul englisch gleichbedeutend ist mit nicht-bestehen des bachelor-studiums.
dass ich mit „meinen“ studenten weit über das kursmaterial hinausgehende unterlagen durcharbeite und vokabular und fachbezogenes wissen aufbaue – das alles ist am ende sinn- und zwecklos. weil alle dozenten mitziehen müssten. weil, was ich mache, reproduzierbar sein muss (stichwort: chancengleichheit). weil es dann nicht sein kann, dass eine kollegin unterrichtet, die selbst noch von ihrem arbeitgeber einen kurs auf B2-level bezahlt bekommt. weil ich mittlerweile bereits mehr als die hälfte der aufwandsentschädigung, die ich irgendwann bekommen werde, auf der suche nach zusätzlichem lehrmaterial ausgegeben habe.
meinen studenten gegenüber war ich vom ersten tag an offen und ehrlich. wir versuchen gemeinsam, die akademie-leitung zum handeln zu bewegen. (hier bitte don quijote, rosinante und windmühlen vorstellen.)
meine studenten wissen auch, dass ich nicht bereit bin, für ihr wahrscheinliches scheitern mitverantwortlich zu sein. sollte ein termin mit der akademieleitung, der partneruniversität und uns dozenten anfang dezember nicht entscheidende verbessserungen zur folge haben, werde ich die kooperationsvereinbarung kündigen. so sehr mir das unterrichten erstaunlicherweise spaß macht. so toll das feedback meiner studenten ist. so wenig mag ich mir den schuh anziehen müssen, dass ich mit ungeeignetem lehrmaterial schlecht auf prüfung und beruf vorbereitet habe.
es ist unverantwortlich, wie hier mit der zukunft junger menschen umgegangen wird. ich mache da nicht mit. kann es nicht.

 

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alles ist relativ…

es kommt immer darauf an.
„sie machen mir derzeit einen psychisch stabilen eindruck“ sagt mein doc zu mir. und ich denke und sage „was hilft es mir denn, mich in schwarzen löchern aufzuhalten, wenn es doch nichts ändert.“
natürlich ist meine psyche eine andere, wenn ich gerade eben drei tage london genießen durfte. wäre dem nicht so, wäre es nicht meine seelenheimat. die wochen und monate dazwischen sind durststrecken, die es zu überstehen gilt. den daraufhin anempfohlenen häufigeren auszeiten stehen limitierte urlaubstage und endliche finanzielle mittel gegenüber.
aber auch ohne „heimaturlaub“: eigenes befinden ist immer relativ, subjektiv. zu wem bzw. wessen empfinden bzw. befinden setze ich mein eigenes in bezug? sehe ich nur meinen eigenen tellerrand oder schaue ich darüber hinaus. geht es nur um meinen schmerz und was er mit und in mir anrichtet oder verorte ich ihn mit augenmerk auf andere?
mit dem chronischen ist es dabei einfacher als mit dem akuten. alles akute heischt aufmerksamkeit, verlangt noch sofortiger beachtung, stellt sich in den vordergrund und überdeckt alles andere.
alles chronische dagegen ist einfach nur lästig. weil es hier nicht um die intensität geht, sondern um das andauernde, das mürbe macht… wann war der letzte schmerzfreie tag? ich weiß es nicht mehr, irgendwann mitte letzten jahres?
was noch chronisch geworden ist? mein ohnehin schon latent vorhandener sarkasmus. und die angewohnheit, auf die frage nach meinem befinden nur noch in ausnahmefällen eine ehrliche antwort zu geben.
alles ist relativ. es kommt immer darauf an.
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#kopfkino

ja, ich weiß. #kopfkino steht für was anderes. ich zweckentfremde das jetzt aber einfach.
die alljährliche verlaufskontrolle steht morgen an. MRT schädel (und myelon, auf meine bitte hin). #kopfkino also. letztes jahr lief da kein film, schon gar kein schlechter. dieses jahr…
dieses jahr scheinen die schübe sich am kalender zu orientieren. alle drei monate habe ich den spaß. alle drei monate neu die entscheidung, zum arzt zu gehen oder es eben sein zu lassen. morgen treffen schub (der dritte dieses jahr) und verlaufskontrolle zusammen.
erneut stehe ich vor der frage, die medikation sein zu lassen, mir nebenwirkungen und zigtausend euro zu sparen. und nur noch im akutfall etwas zu tun und das auch nur, wenn es sein muss. und gegen die schmerzen, die seit einigen wochen zwar nicht unerträglich, wohl aber unangenehm (und vor allem dauerhaft) sind.
erneut sehe ich mich mein befinden und mein verlangen nach erhalt eines gewissen maßes an rest-gesundheit dem wissenschaftlich begründeten „ja, aber“ meines neurologen entgegenschleudern. die alternativen sind eben keine.
[hier stünde etwas, was mich seit geraumer zeit bewegt. im negativen sinne bewegt. solange ich mir aber nicht darüber im klaren bin, ob ich von anderen oder mir selbst enttäuscht bin, solange ist es nicht an der zeit, darüber zu schreiben. dies ist kein teaser. wohl aber ein platzhalter und ein reminder für mich.]
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entschleunigung, die zweite…

da war doch noch ein faden, den es fortzuführen galt. nun denn…
der eigentliche „heimaturlaub“ war mit dem übersetzen mit der fähre zurück nach guernsey also vorbei. da 16 kg koffer hügelwärts schieben und ziehen im feierabend-touristen-einkaufs-verkehr durch die altstadt st. peter port’s nicht zu meinen idealvorstellungen von erholung gehört, erst mal auf halber (noch ebener) strecke ein taxi angeln. und zum wiederholten male festgestellt, dass man als alleinreisende frau wohl nicht mit gepäckstücken über 10 kg reisen sollte, da sonst immer (!) ein entsprechender kommentar des taxifahrers kommt. (der den koffer ja aber nur in den kofferraum und wieder heraus „wuchten“ muss. ich dagegen – wer alte englische hotels kennt, wird mir zustimmen – treppauf, treppab und um drei enge ecken bis ins zimmer…).
im pandora also für die eine nacht gemütlich eingerichtet und, eigentlich auf dem weg in die altstadt, alldieweil die UK notes knapp wurden, auf elaine gestoßen, die ihren pot of tea genoss. dazugesetzt und festgequatscht. den abend bei gutem essen in gut gelaunter gesellschaft verbracht war der nächste morgen viel zu bald da. wobei: das frühstück im pandora.. …da steht man doch gerne auf. eigentlich. wenn das hotel nicht (da das preis-leistungs-verhältnis wirklich in ordnung ist) immer wieder von reisegruppen heimgesucht würde. vorzugsweise schweizern und, man ahnt es, deutschen. das frühstück (ohne als deutsche aufzufliegen, weder beim personal noch bei den anderen gästen) in einem zustand aus fremdscham, belustigung, kopfschütteln und mir-auf-die-zunge-beißen verbracht.
am flughafen wieder einmal – ich kenne es ja nicht anders – gefilzt worden. wahrscheinlich sehe ich irgendwie „suspicious“ aus, wer weiß. auch hier wieder: schweizer. in großfamilie. und ich hab natürlich keine ricola zur hand (ernsthaft: ich krieg halsschmerzen nur vom zuhören.). glücklicherweise sitzen sie in der propellermaschine ganz woanders.
mit ziemlich verspätung in newquay angekommen, warten meine freunde schon auf mich (erwähnte ich schon, dass das ein sehr warmes und wohliges gefühl gibt, wenn sich jemand freiwillig meine gesellschaft antut? und mich zu diesem behufe auch noch abholt und zurückbringt?) und bringen mich in meine unterkunft. die liegt außerhalb von perranporth und ist nur für wagemutige zu erreichen (schlecht einsehbare ein- und ausfahrt. der fußpfad für unmotorisierte wie mich verlangt, zunächst ungefähr zweihundert yard weit auf der fahrbahn zu gehen, in der hoffnung, dies zu überleben.). über die unterkunft gibt es drei dinge zu sagen: geniales frühstück. das bad: ein traum! schlechtes wlan.
der public footpath nach perranporth war ein angenehmer morgenspaziergang, der tee und andreas‘ gesellschaft im ponsmere eine segen und die tatsache, dass ich den küstenpfad mit christiane nochmal entlang gehen konnte (nichts für leute, die nicht schwindelfrei oder nicht trittsicher sind),  eine wohltat. war wohl aber das letzte mal für mich. je weiter ich gehe, desto mehr machen sich neurologische ausfälle bemerkbar. und sicherheit geht dann eben doch vor… schön war’s trotzdem. vielleicht gehen wir nächstes jahr eine andere strecke. zumindest auf der karte sieht der weg nordwärts einfacher aus.
am freitag hieß es dann aber für mich endgültig: zurück nach hause. da von newquay nichts direkt in meine richtung fliegt, stand mir noch der saure apfel „gatwick“ bevor. gatwick und waterloo station. ich mag beide nicht. aus den selben gründen. man läuft und läuft und läuft bis man endlich irgendwo ankommt. wirklich eilig haben darf man es da nicht. augen zu und durch. den richtigen bus richtung heathrwo angesprungen, der sich in den freitagnachmittagsstau einreihte und mich trotzdem gerade noch rechtzeitig am T5 ablieferte. die unentspannte deutsche mutter mit ihren beiden abkömmlingen, die dann am ende wohl doch noch ihren flug verpasst hat (wenn man sich aber auch so! anstellt…), halbwegs erfolgreich weggeatmet. ein glück, dass ich online schon eingecheckt hatte und mich vor ort auskenne. ansonsten.. …wäre ich dreihundert euro und drei stunden später zuhause angekommen. aber selbst das hätte mich, entschleunigt wie ich war, nicht aus der ruhe gebracht.

(wer hier bilder vermisst.. …vielleicht liefere ich per link welche nach. vielleicht auch nicht. ist ja kein fotoblog. :-P )

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entschleunigung, die erste

entschleunigung war das ziel für den diesjährigen „heimat“urlaub. nicht in jeder hinsicht gewollt (alldieweil ich seit jeher „zuhause“ aktiver war als sonstwo), sondern vom körper vorgegeben. aber: entschleunigung beginnt im kopf. und da war schon ganz lange ganz viel vorfreude da. urlaubsplanung und buchung der einzelnen transportmittel mag für den einen oder anderen stress bedeuten. für mich beginnt schon da die erholung. auch die tatsache, dass das stammhotel für das fragliche wochenende schon früh ausgebucht war, warf mich nicht aus der bahn. es gibt ja alternativen, die einem andere ehemalige „regulars“ empfohlen haben. (verärgert hat mich nur, dass das im voraus gebuchte taxi vom flughafen zum hotel nicht da war. trotzdem das taxiunternehmen sich beim hotel rückversichert hat, dass da tatsächlich um die uhrzeit ein gast mit einem linienflug aus stuttgart ankommt… *seufz* vermutlich hätte mir das aber auch schon der erste hinweis sein sollen, dass der dadurch geplatzte termin am ankunftstag nicht hat sein und ich auch keinen ersatztermin hätte vereinbaren sollen. aber gut. zu perfekt wäre dann ja auch schon wieder bedenklich gewesen…)
ansonsten…. dieses glücksgefühl, aus dem flugzeug auszusteigen (den freien sitzplatz neben mir habe ich dabei sehr genossen) und den geruch der zweiten heimat in der nase zu haben… ihr müsst das nicht verstehen. (und ihr sollt das bitte auch gar nicht, zumindest nicht dort, ausprobieren. es gibt kaum etwas, das ich weniger mag, als dort auf landsleute zu treffen. ernsthaft. warum? weil es meistens in fremdscham endet. dazu später mehr. vielleicht.)
ankommen. zimmer mit mee(h)rblick und balkon. drei-gänge-menü am abend, gefolgt von einem ersten längeren plausch mit der urlaubsbekannten, die – ich beneide sie so sehr darum – das sommerhalbjahr arbeitend und urlaubend auf den kanalinseln verbringt.
der sonntag, trotz morgendlichem regenschauer (ich lege das als tränen der wiedersehensfreude aus :-) ) ein hit. angeregte unterhaltung über so ziemlich alles, was einem so einfallen kann mit eben jener urlaubsbekannten. es ist, als wären nicht jahre vergangen, seit wir uns das letzte mal trafen. bridge the gap statt mind the gap. der bei faszinablem wetter erlaufene mittagshunger war für die große portion leider nicht ganz ausreichend (wir schoben es auf den starter, die leckere, ebenfalls üppig bemessene suppe.) dass nach weiteren verquatschten meilen public footpath „a pot of tea“ doch noch platz findet, versteht sich von selbst (allerdings auch, dass ich aufs dinner verzichtete ;-) )
montag. endlich. auf nach sark. den koffer morgens schon im „left luggage“ container abgestellt, wo er unbeaufsichtigt und ohne eine terrorgefahr darzustellen verbleiben wird, bis ich noch letzte einkäufe getätigt habe. man stelle sich das mal auf dem festland vor: herrenlose koffer, der inbegriff des bösen. überhaupt: entspannte menschen allüberall. welche wohltat…
die überfahrt selbst wäre etlichen, die ich kenne, schon etwas zu „rough“ gewesen. mir entlockt das lediglich freudiges strahlen. the sea, myself and i. haben doch schon vor 15 jahren mein schwesterherz und ich die „gosch voll meerwasser“ beim ritt über die wellen lachend verkostet.
ich habe mein zimmer schon bezogen (ich kenne ja noch den trick mit dem türgriff…) und mich häuslich eingerichtet, als elsie, meine landlady, vorbeischaut und mich mit einer herzlichen umarmung begrüßt. ich mag ja durchaus den komfort eines hotels, viel lieber aber noch dieses heimelige gefühl, dass einem fast nur in b&b’s vermittelt wird.
tja. und da war ich nun. mit dem plan, nichts zu tun außer zu entspannen, zu entschleunigen und gut zu mir zu sein. keine gewaltmärsche, kein „heute hier, morgen dort“ (die insel mag klein sein, man sollte aber bedenken, dass jeder hin- auch einen rückweg bedingt. jeder abstieg in eine bucht auch ein wieder-hinauf-klettern.). kein überanstrengen, das ich ja doch nur wieder büßen müsste.
und dann lief alles wie von selbst. meine beine trugen mich weiter als sie es zuhause klaglos taten. wohl, weil der kopf in den wolken war. wohl, weil die temperaturen gleichfalls warm aber doch viel angenehmer waren. wohl, weil zeitlich einfach kein druck da war und damit auch keine anspannung. eine mischung aus schreck und stolz, dass die täglich zurückgelegten entfernungen zwischen 5 und 10 meilen lagen. zugegeben, meine füße klagten zwar ob der ungewohnten strecken (und nicht zuletzt auch dem holprigen untergrund. geteerte straßen oder wiesenwege? no way. „steinway“ ;-) ), die muskeln versteiften sich und so leicht und unbeschwert wie früher ist mein gang auch nicht mehr, zumal die gleichgewichtsstörungen (über)proportional zu zurückgelegter strecke und ge(h)schwindigkeit zunehmen. (60G kommt eben doch nicht von ungefähr…)
aber hey: schlaf, ausgiebig, tief und erholsam. das erste mal seit zu langem. die üblichen 4-5 stunden locker verdoppelt.
das ganze kann man aber noch steigern… …und wer mich halbwegs gut kennt, der weiß auch, wie: the sea, myself and i. und in dem fall noch george mit seinem 26″ boot, der „non pareil“. der mit seinem 78 jahren und viel herzblut und liebe zu seiner heimat jeden tag, den es das wetter und ausreichend gäste zulassen, inselrundfahrten macht. unermüdlich. langweilig? nein. jedesmal sieht man etwas neues, abhängig von der jahreszeit, der witterung, den gezeiten und so vielem anderem. diesen endorphinschub habe ich mir dieses jahr gleich zweimal gegönnt und da die zweite ausfahrt eher ein familienausflug (schwester und nichte waren außer mir noch an bord) als ein angebot an touristen war, zugleich etwas ganz besonderes. (wäre ihm meine seetauglichkeit nicht bekannt, hätte ich an jenem tag nicht an bord dürfen. auch bei strahlendem sonnenschein sind windstärken um die 8 nicht jedermanns sache. schon gar nicht als nichtschwimmer ohne schwimmweste… was soll ich sagen: es war mit das coolste, was ich je im urlaub erlebt habe. :-) ) dass ich danach noch zum lunch in minnie’s harbour cafe eingeladen/genötigt ;-) wurde (glutenfrei noch dazu, minnie hat echt ein paar sterne verdient!), veranlasste mich zu der äußerung auf twitter, dass ich wohl demnächst meine adoptionspapiere erhalten würde. nicht, dass mich das stören würde…
aber halt mal…. ….warum ist denn auf einmal schon fast mittwoch und damit ende der ersten etappe? ich war doch noch gar nicht überall, wo ich hinwollte… *seufz*
vor lauter entschleunigung hatte ich gar nicht gemerkt, wie schnell die zeit vergeht, wenn es einem wohlergeht.
(der urlaub war hier noch nicht zu ende. es folgt, zu gegebener zeit, der zweite teil. stay tuned.)
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heimaturlaub…

..wer versuchen möchte, zu verstehen, warum ich auf sark irgendwie „zuhause“ bin, der möge sich etwas zeit nehmen und sich folgende links ansehen. sie sind nicht von mir (ich bin da technisch zu unbegabt und hätte vermutlich auch nicht die geduld dazu…), aber sie geben recht gut wieder, was mir an sark so gefällt. warum ich dort so gut loslassen kann. warum ich dort eine art zuhause gefunden habe. (was übrigens auf gegenseitigkeit beruht: ich habe zu etlichen menschen dort ein sehr inniges verhältnis, man wird früher oder später teil der „familie“. in vergangenen jahren habe ich auch mit einigen mainland-briten freundschaft geschlossen, die ebenfalls fahr um fahr ihren sommerurlaub dort verbrachten oder noch verbringen.)
und wer von euch wirklich interesse und 30 minuten übrig hat, nachzuvollziehen, warum ich mich für die geschehnisse dort interessiere und für die menschen engagiere, der möge sich auch für den dritten link zeit nehmen. die bbc-dokumentation gibt in kürze wieder, was die inselbevölkerung spaltet und womit/wogegen die bewohner zu kämpfen haben. einige „regulars“ kehrten der insel deswegen in den letzten jahren den rücken, andere (like myself) kommen gerade deswegen immer wieder. weil aufgeben keine lösung ist. weil heimat heimat ist.
(p.s. eigene bilder und etwas text gibt es demnächst. wenn die post-urlaubsdepression vorüber ist. das bänkchen oben im header steht übrigens auf sark. mein lieblingsbänkchen. der ort, an dem ich „at peace with myself and the world“ bin.)
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