darwinismus

wenn ich mir die welt und ihre bewohner so anschaue – mich selbst auf’s nachdrücklichste mit eingeschlossen – wie soll ich da noch darwin’s lehre glauben schenken?
survival of the fittest – schaut euch doch an, wie unfit die mehrzahl der menschen ist.
ich meine das nicht einmal unbedingt körperlich (obwohl hier schon viele durch das raster fallen müssten. mich eingeschlossen. ich halte es denn auch für keinen zufall, dass mir nie der sinn nach „fortpflanzung“ stand und ich auch keinem beuteschema zu entsprechen scheine.)
auch wenn ich das augenmerk auf die geistige fitness lenke, so finde ich da wenige, die ich für wirklich „stark“ halte. zugegeben, man kann in menschen nicht hineinsehen. zugegeben, man kann sich gut verstellen. zugegeben, ich sollte nicht von mir auf andere schließen.
strampeln wir uns alle so ab, weil wir meinen, es tun zu müssen? was, wenn wir damit einfach aufhörten, und so lebten, wie wir sind? („geschaffen wurden“ würden die meisten ja nicht stehen lassen wollen, scheint doch der glaube an einen schöpfergott unpopulärer denn je zu sein.) haben wir angst vor dem, was passieren könnte; nämlich selbsterkenntnis zu gewinnen und schwächen zugeben zu müssen?
ich meine: ja.
und bin selbst noch unentschlossen, ob ich die mauer um mich wieder höher ziehe, die zugbrücke einhole, die schießscharten mit mannschaft belege und eine neue parole ausgebe.
ich bin, wie ich bin. unfit. zurzeit zu dünnhäutig, um mehr zu tun, als zu funktionieren. der dringende wunsch nach nähe findet sein pendant im zurechtweisen jedes versuchs einer zuwendung. oder dem schlichten unvermögen, damit umgehen zu können.
irgendwie hatte darwin dann doch recht: survival of the fittest. wenn man survival nicht (nur) auf sich selbst, sondern die weitergabe und den fortbestand seiner gene bezieht.
p.s.: es gibt sicher menschen – ich kenne ein paar sehr wenige – um deren stärke ich weiß, die in sich selbst ruhen, die sind, wie sie sind, ungeachtet dessen, was die welt um sie herum darüber denkt. das gibt mir hoffnung.
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