anleitung zum verlaufen

„anleitung zum verlaufen: wer sich vom kummer beugen lässt, sieht nur den einzelnen schritt, verliert aber den weg aus den augen.“

du sagst, du hättest schon so viel mitgemacht. bist müde und mürbe. hast keine kraft mehr, möchtest nur noch ankommen. doch du senkst den blick zu boden. statt einen schritt nach vorne zu machen, bleibst du stehen, weil du dem boden vor dir nicht traust. es könnte ja wieder… …deine zigfache erfahrung sich wiederholen. warum tut sie das eigentlich? weil dein tellerrand so eng geworden ist, dass du das darüberhinaus gar nicht mehr wahrnehmen kannst? weil du es gar nicht sehen willst? weil dir die angst, es könnte doch alles ganz anders sein, wie ein nebel die augen verschleiert?
dich drückt niemand zu boden und niemand beugt dich nieder – außer du selbst. richte dich auf und du siehst mehr als nur den boden vor dir. mehr als nur den nächsten schritt, der ansteht. richte dich auf und den blick nach vorne. und du siehst den weg wieder. weißt wieder, wofür sich das gehen lohnt. woher die kraft kommt, wenn du meinst, müde und mürbe zu sein. weil du ein ziel hast.
Dieser Beitrag wurde unter allgemeinphilosophisches, aus gruenden veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu anleitung zum verlaufen

  1. Schlawittel schreibt:

    Schön geschrieben – Angst essen Seele auf.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s