#aufschrei

ich habe lange überlegt, ob ich zu dieser durch’s twitterdorf getriebenen sau auch etwas gesagt haben muss. eigentlich halte ich mich bei derlei aufregern eher zurück. es passt aber gerade so schön.
ursprünglich stand hier ein viel längerer text. prosa. einer, der die verknüpfung von vergangenheit und gegenwart hergestellt hätte. einer, der gezeigt hätte, dass sich in manchen köpfen nichts ändert. weil es bequem ist. weil es schon immer so war. weil man eingefahrene gleise nicht verlassen kann. weil man(n) es sich immer noch leisten kann.
ich erspare euch den sermon, dafür gibt’s hier nur die kurzfassung meines unmuts.
#aufschrei, weil in verkrusteten köpfen immer noch das bild des „g’schickten mädles“ existiert, das froh sein muss, wenn es arbeiten darf.
(wer sagt, dass köpfe rund sind, damit das denken die richtung ändern kann, dem halte ich entgegen, dass manche ihren kreisverkehr nie verlassen…)
#aufschrei, weil es immer noch kollegen gibt, die fragen, warum ich eigentlich arbeiten gehe, wo ich doch heiraten und zuhause bleiben könnte.
(wtf?!!!)
#aufschrei, weil ich als frau immer noch nicht erwarten darf, nicht für dumm verkauft zu werden.
([kommentar zensiert])
#aufschrei, weil ein „nein“ immer noch als „vielleicht“ interpretiert wird.
(was an den vier buchstaben ist denn so schwer zu verstehen? mag mir das vielleicht mal einer der herren zu erklären versuchen?)
#aufschrei, weil auf klare ansagen mit verletzter eitelkeit reagiert wird.
(da haben manche das „wenn ihr nicht werdet wie die kinder“ komplett falsch verstanden. das verhalten ist nämlich nicht kindisch, sondern schlichtweg dumm. die folgen aber wenigstens nicht mein problem.)
#aufschrei, weil die forderung nach gleichbehandlung als überzogene forderung dargestellt wird.
(als ob ich nicht schon vorher gewußt hätte, dass das agg zwar seinen grund, aber keine wirkung hat…)
#aufschrei, weil ein aufschrei auch heute noch jeden tag irgendwo aus irgendeinem grund notwendig ist.
(life sucks.)
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