das messer in der tasche…

…geht mir auf, wenn ich morgens bei der zeitungslektüre (wieder einmal) lese, dass kinderlose entweder länger arbeiten oder weniger rente bekommen sollen.
das mit dem länger arbeiten.. …das mag man denen freistellen, die ihren job mit 65+ noch erledigen können und wollen, körperlich wie geistig. denen, die die nächste generation anleiten: die generation, die für unsere rente aufkommen soll.

beim vorschlag jedoch, kinderlosen weniger rente zuzugestehen, platzt mir die hutschnur. sicher habe ich nicht für die nächste generation gesorgt. habe ich aber nicht durch meine ununterbrochene berufstätigkeit in die rentenkasse eingezahlt und über diese zahlungen mithin auch jenen, die kinder bekommen haben (konnten/wollten), ihre elternzeit mit ermöglicht?

es heißt, kinderlose sollen dadurch nicht „bestraft“ werden. was aber ist mit jenen, die ungewollt kinderlos bleiben? will man die nicht unerheblichen (nicht nur monetären!) kosten für künstliche befruchtung in kauf nehmen? aber, ach ja, die belasten ja nicht die rentenkasse, sondern die krankenkassen. st. florian lässt grüßen…
und was ist mit jenen, die wie ich auch, krankheits- und medikationsbedingt keine kinder bekommen sollen, selbst wenn sie könnten und wollten? muss ich mich nicht gleich doppelt bestraft fühlen?

am besten wäre für jemanden wie mich dann tatsächlich das „sozialverträgliche frühableben“.

aber bis dahin müsst ihr mich ertragen.
und ich euch.

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