der schalter im kopf…

seit geraumer zeit – nicht erst seit ich meinen aktuellen job angenommen habe – vermag mein hirn sich nicht mehr eindeutig zu entscheiden.
zu oft ertappe ich mich, dass ich in der fremdsprache denke, sätze nicht in meiner muttersprache formuliere oder zu sprechen beginne und nochmal von vorne anfangen muss.
während das zum einen ein zeichen ist, dass ich mich in der fremdsprache „wohl“ und zuhause fühle, obschon ich mir meiner defizite sehr wohl bewußt bin… …ist es doch zum anderen ein hinweis darauf, dass mir die trennschärfe abgeht, ich den schalter im kopf sehr bewußt umlegen muss, sobald ich nach hause komme.
überdies beschäftigt mich seit jahren immer wieder die frage, ob ich andernorts (nennen wir es mal: im anglophonen sprachraum) wurzeln schlagen könnte. es geht ja nicht nur um die dann nicht mehr nur vorübergehende umstellung im kopf, sondern auch darum, die heimat zurückzulassen.
vielleicht projiziere ich aber auch nur die „angst“ vor dem dauerhaften eintauchen in eine andere kultur und lebensart bzw. -einstellung (sei es nun die eher europäische in der seelenheimat oder die mir wesentlich fremdere über dem teich) auf die sprachliche umstellung? dass ich mich anpassen kann, weiß ich. dass andere seiten an mir zutage treten, weiß ich ebenfalls. wie aber ist es, wenn es nicht nur um einen urlaub, um 14 tage geht, sondern um ein leben? ich weiß es nicht.
es gibt wohl nur einen weg, die antwort darauf zu finden…
Dieser Beitrag wurde unter allgemeinphilosophisches, basics veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s