entschleunigung, die zweite…

da war doch noch ein faden, den es fortzuführen galt. nun denn…
der eigentliche „heimaturlaub“ war mit dem übersetzen mit der fähre zurück nach guernsey also vorbei. da 16 kg koffer hügelwärts schieben und ziehen im feierabend-touristen-einkaufs-verkehr durch die altstadt st. peter port’s nicht zu meinen idealvorstellungen von erholung gehört, erst mal auf halber (noch ebener) strecke ein taxi angeln. und zum wiederholten male festgestellt, dass man als alleinreisende frau wohl nicht mit gepäckstücken über 10 kg reisen sollte, da sonst immer (!) ein entsprechender kommentar des taxifahrers kommt. (der den koffer ja aber nur in den kofferraum und wieder heraus „wuchten“ muss. ich dagegen – wer alte englische hotels kennt, wird mir zustimmen – treppauf, treppab und um drei enge ecken bis ins zimmer…).
im pandora also für die eine nacht gemütlich eingerichtet und, eigentlich auf dem weg in die altstadt, alldieweil die UK notes knapp wurden, auf elaine gestoßen, die ihren pot of tea genoss. dazugesetzt und festgequatscht. den abend bei gutem essen in gut gelaunter gesellschaft verbracht war der nächste morgen viel zu bald da. wobei: das frühstück im pandora.. …da steht man doch gerne auf. eigentlich. wenn das hotel nicht (da das preis-leistungs-verhältnis wirklich in ordnung ist) immer wieder von reisegruppen heimgesucht würde. vorzugsweise schweizern und, man ahnt es, deutschen. das frühstück (ohne als deutsche aufzufliegen, weder beim personal noch bei den anderen gästen) in einem zustand aus fremdscham, belustigung, kopfschütteln und mir-auf-die-zunge-beißen verbracht.
am flughafen wieder einmal – ich kenne es ja nicht anders – gefilzt worden. wahrscheinlich sehe ich irgendwie „suspicious“ aus, wer weiß. auch hier wieder: schweizer. in großfamilie. und ich hab natürlich keine ricola zur hand (ernsthaft: ich krieg halsschmerzen nur vom zuhören.). glücklicherweise sitzen sie in der propellermaschine ganz woanders.
mit ziemlich verspätung in newquay angekommen, warten meine freunde schon auf mich (erwähnte ich schon, dass das ein sehr warmes und wohliges gefühl gibt, wenn sich jemand freiwillig meine gesellschaft antut? und mich zu diesem behufe auch noch abholt und zurückbringt?) und bringen mich in meine unterkunft. die liegt außerhalb von perranporth und ist nur für wagemutige zu erreichen (schlecht einsehbare ein- und ausfahrt. der fußpfad für unmotorisierte wie mich verlangt, zunächst ungefähr zweihundert yard weit auf der fahrbahn zu gehen, in der hoffnung, dies zu überleben.). über die unterkunft gibt es drei dinge zu sagen: geniales frühstück. das bad: ein traum! schlechtes wlan.
der public footpath nach perranporth war ein angenehmer morgenspaziergang, der tee und andreas‘ gesellschaft im ponsmere eine segen und die tatsache, dass ich den küstenpfad mit christiane nochmal entlang gehen konnte (nichts für leute, die nicht schwindelfrei oder nicht trittsicher sind),  eine wohltat. war wohl aber das letzte mal für mich. je weiter ich gehe, desto mehr machen sich neurologische ausfälle bemerkbar. und sicherheit geht dann eben doch vor… schön war’s trotzdem. vielleicht gehen wir nächstes jahr eine andere strecke. zumindest auf der karte sieht der weg nordwärts einfacher aus.
am freitag hieß es dann aber für mich endgültig: zurück nach hause. da von newquay nichts direkt in meine richtung fliegt, stand mir noch der saure apfel „gatwick“ bevor. gatwick und waterloo station. ich mag beide nicht. aus den selben gründen. man läuft und läuft und läuft bis man endlich irgendwo ankommt. wirklich eilig haben darf man es da nicht. augen zu und durch. den richtigen bus richtung heathrwo angesprungen, der sich in den freitagnachmittagsstau einreihte und mich trotzdem gerade noch rechtzeitig am T5 ablieferte. die unentspannte deutsche mutter mit ihren beiden abkömmlingen, die dann am ende wohl doch noch ihren flug verpasst hat (wenn man sich aber auch so! anstellt…), halbwegs erfolgreich weggeatmet. ein glück, dass ich online schon eingecheckt hatte und mich vor ort auskenne. ansonsten.. …wäre ich dreihundert euro und drei stunden später zuhause angekommen. aber selbst das hätte mich, entschleunigt wie ich war, nicht aus der ruhe gebracht.

(wer hier bilder vermisst.. …vielleicht liefere ich per link welche nach. vielleicht auch nicht. ist ja kein fotoblog. :-P )

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