…no twitter no more…

…ich glaube, diesmal ist es das wirklich gewesen mit twitter und mir. falls man das nach fünf tagen abwesenheit schon sagen kann.

es fehlt mir eine handvoll leute, sicher. was mir nicht (mehr) fehlt, ist die zeit, die ich täglich mit dem medium verbracht habe. was mir ebenfalls nicht fehlt, ist der aufwand an empathie etc., den twitter zeitweise von mir abverlangte. nicht, dass ich das nicht gern getan habe – es hat ja nie jemand von mir gefordert, so zu sein wie ich bin. vieles ergab sich von selbst und verselbständigte sich oft genug. nein, darum geht es mir gar nicht. es geht mir darum, mich dem sog zu entziehen. mich nicht selbstzuverpflichten. mich zurückzunehmen, wo ich emotional (vermeintlich?) zu viel investiere. mich mehr auf das reale leben zu konzentrieren und mehr zeit zu haben für die menschen, denen ich etwas geben kann. wenn sie es denn haben wollen.

schlimm?
nein. denn: wer wirklich den kontakt halten will, weiß den weg oder kann ihn erfragen. wer es nicht will, für den war „die kurze“ ohnehin nur ein name und somit nichts weiter als schall und rauch.
Veröffentlicht unter allgemeinphilosophisches, aus gruenden, basics | 2 Kommentare

all things considered

dass ich eine auszeit brauche, kommt nicht von ungefähr. da haben so einige ihr scherflein dazu beigetragen. nicht zuletzt: ich selbst.
es kann nicht angehen, dass ich mich verwirren lasse.
es kann nicht sein, dass ich meinen kompass neu ausrichten muss.
es kann nicht gut sein, dass das alles geschieht.
menschen, die mich dazu bringen, dass ich „fremdle“, tun mir nicht gut. in dem sinne nicht gut, dass ich damit nicht umzugehen in der lage bin. so sehr ich sie auch zu mögen vermag. die kraft habe ich nicht auch noch, um mehr als drei ecken zu denken. entweder komme ich dahinter, was mich an ihnen verwirrt oder ich meide sie künftig. wortkargheit – und damit meine ich ausnahmsweise nicht meine eigene, wohlbekannte, situativ auftretende – hilft da nicht weiter. oder doch? nichts sagt manches mal mehr als tausend worte.
ich bin wieder angekommen. hier. dank ertragender geduld und abwarten. dank geschenkter zeit, die doch so kostbar ist.
all things considered, i know where i belong: nowhere. as ever.
Veröffentlicht unter allgemeinphilosophisches, aus gruenden, basics | Hinterlasse einen Kommentar

darwinismus

wenn ich mir die welt und ihre bewohner so anschaue – mich selbst auf’s nachdrücklichste mit eingeschlossen – wie soll ich da noch darwin’s lehre glauben schenken?
survival of the fittest – schaut euch doch an, wie unfit die mehrzahl der menschen ist.
ich meine das nicht einmal unbedingt körperlich (obwohl hier schon viele durch das raster fallen müssten. mich eingeschlossen. ich halte es denn auch für keinen zufall, dass mir nie der sinn nach „fortpflanzung“ stand und ich auch keinem beuteschema zu entsprechen scheine.)
auch wenn ich das augenmerk auf die geistige fitness lenke, so finde ich da wenige, die ich für wirklich „stark“ halte. zugegeben, man kann in menschen nicht hineinsehen. zugegeben, man kann sich gut verstellen. zugegeben, ich sollte nicht von mir auf andere schließen.
strampeln wir uns alle so ab, weil wir meinen, es tun zu müssen? was, wenn wir damit einfach aufhörten, und so lebten, wie wir sind? („geschaffen wurden“ würden die meisten ja nicht stehen lassen wollen, scheint doch der glaube an einen schöpfergott unpopulärer denn je zu sein.) haben wir angst vor dem, was passieren könnte; nämlich selbsterkenntnis zu gewinnen und schwächen zugeben zu müssen?
ich meine: ja.
und bin selbst noch unentschlossen, ob ich die mauer um mich wieder höher ziehe, die zugbrücke einhole, die schießscharten mit mannschaft belege und eine neue parole ausgebe.
ich bin, wie ich bin. unfit. zurzeit zu dünnhäutig, um mehr zu tun, als zu funktionieren. der dringende wunsch nach nähe findet sein pendant im zurechtweisen jedes versuchs einer zuwendung. oder dem schlichten unvermögen, damit umgehen zu können.
irgendwie hatte darwin dann doch recht: survival of the fittest. wenn man survival nicht (nur) auf sich selbst, sondern die weitergabe und den fortbestand seiner gene bezieht.
p.s.: es gibt sicher menschen – ich kenne ein paar sehr wenige – um deren stärke ich weiß, die in sich selbst ruhen, die sind, wie sie sind, ungeachtet dessen, was die welt um sie herum darüber denkt. das gibt mir hoffnung.
Veröffentlicht unter allgemeinphilosophisches | Hinterlasse einen Kommentar

…pinball wizard…

ruhige kugel oder pinball wizard.
eine (zu) entspannte situation aushalten und lernen, die flaute hinzunehmen und mich treiben zu lassen – oder erneut die segel setzen, hinaus auf hohe see, immer hart am wind.
unter meinen möglichkeiten bleiben und andere schwerpunkte setzen – oder wissen anwenden und alles geben.
mal wieder eine frage der prioritäten.
if only i knew…
Veröffentlicht unter allgemeinphilosophisches, aus gruenden, basics | Hinterlasse einen Kommentar

…fünfundsiebzig…

75. so alt wärst du heute geworden. 13 jahre, die du nicht hast erleben dürfen.
ich vermisse dich heute noch. muss heute noch manchmal ein zweites mal hinsehen, ob das nicht doch du bist, der da hundert meter vor mir läuft. du bist in sätzen und taten und so vielem anderem immer noch präsent, jeden tag. und das, obwohl wir so wenig von dir hatten. weil du.. …für andere oft mehr zeit hattest als für uns. warum auch immer.
irgendwann wurde die zeit zu wenig und das leben so verdammt endlich. deine letzten drei wochen vergingen rasend schnell, sie waren intensiv, und die zeit mit dir war notwendig und wertvoll. sie hat nicht für alles entschädigt und sie hat längst mehr fragen aufgeworfen als beantwortet – aber sie war wichtig. ich zehre heute noch davon. auch wenn ich nicht weiß, ob ich dieselbe situation noch einmal aushalten würde. weil ich nicht nur davon zehre, sondern es auch an mir nagt. ich weigere mich ohnehin, mich dieser frage zu stellen. muss ich aber auch nicht, weil ich weiß, wie die antwort aussieht.
zeit ist kostbar. jeder tag, jede stunde, jede minute. carpe diem. sollte ich mir öfter sagen, häufiger umsetzen. letzteres würde mir leichter fallen, wärest du noch da. ich hätte dich gebraucht. dein davonmachen hat mir… …die flügel gestutzt, just in dem moment als ich anfangen wollte, zu fliegen. ich hab’s trotzdem versucht und obwohl es ein paar bruchlandungen gab (die man wohl „leben“ nennt…), mag ich es, den wind unter meinen flügeln zu spüren. ich weiß, dass ich wieder irgendwann auf die nase fallen werde. und obwohl ich kein prinzesschen bin, das sein krönchen wieder geraderückt: heulend liegenbleiben ist keine option.
dass ich deine hand halten durfte, während du gingst – das war ein wunderbares, immerwährendes abschiedsgeschenk für mich. ich danke dir dafür.
Veröffentlicht unter allgemeinphilosophisches, aus gruenden, basics | Hinterlasse einen Kommentar