…london…

..normalerweise mag ich städte ab einer gewissen größenordnung nicht. sie erdrücken mich, sind zu schnell, überfordern mich. meistens sind auch die menschen darin entsprechend brummig, fahrig oder sonstwie unleidig. woher sonst käme mein landei-typisches verlangen, meinen sommerurlaub auf winzigen inseln mit nur einer hand voll einwohnern zu verbringen…
ich bin noch nicht dahintergekommen, warum mir das in und mit london nicht so geht. ob ich alleine oder zu zweit dort unterwegs bin: die stadt nimmt mich, wie ich bin. sie weiß mit mir umzugehen. sie lässt mir zeit und mich ankommen. sie reizt mich, überflutet mich aber nicht. sie erlaubt mir, mich ins getümmel zu stürzen und mich in ruhige ecken zurückzuziehen. sie macht mich neugierig und jedes mal aufs neue traurig, wenn ich wieder gehen muss. sie riecht anders als andere großstädte. es gibt hier viel größere gaps, die es zu minden gäbe – und dennoch bin ich froh, dass ich dort nicht zur rush hour unterwegs sein muss (so far). ich verirre mich nicht in ihr, verlaufe mich aber gerne. ich liebe die geschichten hinter dem, was das auge sieht – und die wohlgenährten squirrels in den parks. a propos wohlgenährt: zu ernähren weiß mich london ebenfalls. vom frühstück bis zum dinner. kosher, reichlich und lecker. über die sprache muss ich mich wohl nicht auslassen. wer mich kennt, weiß, dass die zweite heimat für mich nicht nur ein ort auf der landkarte ist.
ach, und noch was hat die stadt: wasser. (only god knows the reason i need water so badly.)
btw: bis auf die größe und das wasser scheint das bislang auf viele orte auf der insel zuzutreffen. leeds mal ausgenommen. reed dafür – goldig wie es ist mit seiner handvoll einwohner – umsomehr eingeschlossen. 45 minuten bis in die city scheinen denn auch eine ideale entfernung zu sein. das wildleben (partridges, pheasants, badgers, owls and the like), die himmlische ruhe und freunde mit viel herzenswärme machen es zum idealen gegenpol zur metropole.
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…christmas…

*** to whom it may concern ***   
*** an herzensmenschen und alles folg ***

* * *

…christmas…
…is not a time nor a season…
…but a state of mind…
…to cherish peace and goodwill…
…to be plenteous in mercy…
…to have the real spirit of…
…christmas…

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…weihnachten…
…ist nicht an ein datum oder eine jahreszeit gebunden…
…es ist vielmehr eine herzenshaltung…
…die frieden und wohlgefallen schätzt und pflegt…
…die gnade walten lässt…
…weihnachten…
…beginnt in einem jeden von uns…

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…advent: ankunft oder aufbruch?

// es brennen heut‘ der lichter drei, doch leuchten auch die herzen? / mensch sei mensch nicht einerlei, schenkt wärme euch, nicht kerzen. //
// durch das dunkel bricht das licht, angst und sorg‘ zu treiben / reicht ihr euch die hände nicht, wird’s dennoch finster bleiben. //
// des mondes junge sichel hängt  dort oben schief am firmament / belächelt unser irdisch treiben, von dem wir niemals lassen bleiben. //
// gedankenklar dem atem lauschend, sacht des hundes fell nun flauschend / lieb ich die nacht mehr als den tag, weil sie mir sicht zu geben mag. //
// das auge dringt nicht durch die nacht, die uns zur reflektion gedacht. / es ist das herz, das besser sieht, wenn das licht das auge flieht. //
// himmelischer sternenregen kündet uns von reichem segen / welcher uns dann zugewandt, reichen brüder sich die hand. //
// bündel schnüren, stiefel an: wenn nicht jetzt fort, wann denn dann? / aufbruch heißt dieses signal, führt auch der weg erst durch ein tal. //
// jeder winter künd’t den sommer, jeder schritt trägt uns voran / bleib’n wir fest im herz nur immer, rückt stetig unser ziel heran. //
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…gedichtel…

// schwarz und blau ist noch die nacht, die so klirrend frostig kracht / doch sieh‘, wie sich der himmel kleide, buntgefärbt mit edler seide. //
// hoffnung geht am himmel auf, nimm sie in dein herz gleich auf. / teil’st sie mit den menschen reichlich, wird zum anker sie – erfreu‘ dich! //
// schemenhaft liegt alles vor uns, ’s leben wie auch die natur hier um uns / jeder schritt, dem tag entgegen, lichtet schleier, macht verwegen. //
// trippelschritte machen zaghaft, schreite aus, das eis hat tragkraft / oder pfeifst du auch im walde, ob er dich denn wohl erhalte? //
// biet‘ die stirn dem, was dir heute / nimmt des lebens süße freude // nimm es mit dem leben auf / stelle fest: du prägst den lauf! //
// endlich bricht der tag heran, dehnt und streckt sich über felder / steh‘ auch du auf, zieh‘ dich an, atme auf und sieh‘ es selber. //
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…dichteln statt wichteln…

// pfad und weg sind schneebedeckt / welt hat weiß sich zugedeckt // schlummert unter flockenpracht / hat sich für uns hübsch gemacht //
// leises krachen unter sohlen / menschen gehen ganz verstohlen // durch die dunkle winternacht / die der schnee doch helle macht. //
// flockentreiben, kinderlachen – was der winter macht für sachen! // menschen, die sonst schau’n verbissen, wollen heut‘ den spaß nicht missen!
// flocken schmelzen eis’ge herzen / lichter brennen in den herzen // zünden liebe in uns an / mensch: es naht die zeit heran! //
// federbälle, aufgeplustert, während es noch draußen dustert // picken in des menschen garten all die sachen, die dort warten. //
// drinnen kuscheln warme leiber, während draußen klagt der kleiber. // mensch, vergiss‘ ob deiner wärme nicht kleingetier noch vogelschwärme. //
// auf die schneebedeckten dächer / legt sich leise winterdunkel // hinter türen kindsgelächter / und – hört! auch adventsgemunkel //
// eine kerze ganz allein / bringt noch keinen hellen schein // lad‘ dir menschen in dein haus / schick dein licht zur welt hinaus //
// harte herzen werden weich, stumme seelen summen lieder // welt verarmt und doch so reich, find’st du dich im and’ren wieder. //
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