…unselig…

es gibt menschen – und wird sie immer geben – die mit verheißungen nichts anfangen können. die gründe hierfür sind einen eigenen blogpost wert. ihnen erschließt sich vielleicht eher, was sie sich versagen.
(der beitrag ist übrigens nicht missionarisch zu verstehen. dazu wäre das vor-augen-halten der falsche ansatz. manch einem mag aber sein verhalten und dessen mögliche folgen für ihn selbst, mindestens aber das wirken auf andere vor augen geführt werden.)
unselig die vermeintlich reichen im geist, denn sie werden den himmel nicht sehen.
unselig die lachenden, denn sie werden keinen trost finden.
unselig die boshaften, denn ihnen wird das land genommen.
unselig, die ungerechtigkeit üben, denn sie werden hungern und dürsten.
unselig die unbarmherzigen, denn ihnen wird keine barmherzigkeit widerfahren.
unselig, die unreinen herzens sind, denn sie werden gott nicht schauen.
unselig die unruhestifter, denn sie werden söhne des verderbens heißen.
unselig, die gerechte verfolgen, denn keiner ihrer ist das reich der himmel.
unselig seid ihr, wenn ihr jene schmäht und verfolgt und alles lügnerisch gegen sie redet.
weinet und wehklaget, denn euer lohn ist verdammnis.
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…me, myself and i…

…me: das sind wir selber. das ich, das vor anbeginn war, das echte unverfälsche bischen mensch, das sich oftmals hinter fassaden, putz und zierrat versteckt – aus angst, erkannt und verstanden zu werden. aus angst, lächerlich zu scheinen. aus angst, bloß und nackt da zu stehen. aus angst, verletzt zu werden. dabei ist das me in sich so frei, so stark, so fürsorglich und individuell – und zweifelt genau daran. me, das ist der teil „ich“, den wir ohne worte verstehen, der herzen berührt und seelen zum leuchten bringt.
…myself: das ist das ego, das sich nach vorne drängt, das immerzu befürchtet, zu kurz zu kommen. das sich aufplustert und fingerschnipsend um aufmerksamkeit bettelt. das stahlkappen auf den ellenbogen trägt, um sich gegen die anderen egos durchzusetzen, nach vorne zu drängeln, beiseite zu schubsen. das keine rücksicht kennt und selbstverliebt in den spiegel schaut. myself dreht sich nicht um und sorgt sich, wenn andere auf der strecke bleiben.
…i: das ist der stolz nach außen getragene part, aufpoliert und um anerkennung bettelnd. das i scheint mir die „erwachsene“, verdorbene version des me zu sein. es traut sich nicht, es selbst zu sein. aus angst, ausgelacht zu werden. verkrampft versucht es, alles, was es von anderen abheben könnte, zu verstecken. i will wie jeder andere sein, nur nicht negativ auffallen, die ecken und kanten des me, die das licht des lebens einfangen und es zum glitzern bringen, schleift es sich ab. indifferent und künstlich aufpoliert geht es zwischen millionen anderer gleicher teilchen unter.
ich wünsche mir mehr „me“ in allen von uns.
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…flashbacks…

…auch so etwas, was man nicht zu brauchen scheint.
weil sie unangenehm sind.
weil sie zu den unpassendsten zeiten auftreten.
weil sie ungebeten kommen.
ich stelle fest: ich brauche sie. noch. solange sie wiederkehren jedenfalls.
weil sie meine erinnerung wachhalten.
weil sie mich zu der person werden lassen, die ich bin.
weil sie einen grund haben.
manchmal möchte ich mich hassen, für reaktionen, die ein flashback auslöst. hass ist aber keine lösung. zumal ich ihn über kurz oder lang auf den ursprünglichen auslöser projizieren würde – der aber kann sich nicht verteidigen. nicht, weil er nicht dürfte. nein, er will nicht.

was hilft?

zulassen (es passiert ja ohnehin. schneller als man gegensteuern kann).
zumuten (den menschen, die bereit sind, das auszuhalten).
zugeben (dass man mit einer situation nicht klarkommt. überfordert ist. verständnis braucht. und geduld.)

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…herz über kopf…

es war einmal ein mägdelein, das zog es in die welt hinein.
das gras, es roch so grün da drüben. selbst schuld, wenn alle andern blieben.
bald stellte sich dann doch heraus, es ist gar garstig, welch ein graus.
doch war der pfad nun nimmermehr, der rückweg derohalben schwer.
so ging sie weiter, schritt für schritt, fand schließlich einen sich’ren tritt.
am ziel sich wähnend hört sie rufer, es lockt und winkt am andern ufer.
soll sie es wagen, diesen schritt? über die brücke wieder z’rück?
soll sie trauen, dem eitlen frieden? nicht sein mit dem erreichten z’frieden?
ihr herz, es zaudert, puckert, bangt – und mit ihm nun auch ihr verstand.
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…vertrieben…

…hab ich wohl nun die treue seele.
so ist das wohl mit zuwendungen, über die man sich schweigend nur freuen sollte.

farewell, möge ein anderer mensch sich deiner anwesenheit erfreuen!

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