Geschützt: das kleinere übel…

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das kleine glück…

man nehme einen sonnigen oktobernachmittag, zwei freunde, gespräche als säße man zuhause auf dem sofa, einen flohmarkt, alte bücher, ein wenig shoppen. und umarmungen.

besser als jedes antidepressivum.
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…puzzleteile oder scherbenhaufen…?

ungewollt zeit bekommen, über das leben im allgemeinen und das eigene im besonderen zu reflektieren.
sich überraschen lassen, stimmungsabhängig, wer die oberhand behält:
der optimist, der puzzleteile vor sich liegen sieht, die noch ineinandergefügt werden müssen, um ein ganzes zu ergeben.
oder der pessimist, der ein vom töpfer zerschlagenes gefäß vor augen hat, einen scherbenhaufen. zu nichts weiter nutze, als seufzend weggeworfen zu werden.
doch halt: mit ein wenig glück sind die scherben vielleicht dazu zu gebrauchen, um mit anderen zusammen zu einem mosaik gelegt zu werden?
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empathie. oder: was vom netz übrig bleibt.

wer mich etwas besser kennt, weiß, dass ich zu denjenigen gehöre, die unserer gesellschaft mangelnde empathie ankreidet. die wenigen mitmenschen, die anders ticken, tragen eine ordentliche last auf ihren schultern, halten belächelt-werden aus, müssen mit verlogenem schulter-klopfen klarkommen und strampeln sich oft vergebens für eine veränderung ab.
warum vergebens? weil die veränderung aus jedem selber kommen muss. ähnlich der erkenntnis eines suchtkranken, dass es so nicht weitergehen kann und kein weg an einer therapie vorbeiführt.
doch seltsamerweise findet man gerade im netz und dazu auch noch bei vielfach (und oft zurecht) verteufelten online-spielen menschen hinter einem usernamen. freundschaften, die sich über kontinente hinweg entspannen. menschen, die einander hilfe leisten, nicht nur, wenn es um die erreichung eines ziels im virtuellen raum geht, sondern im tatsächlichen leben. die jemandem, der aus ägypten flieht, weil er seines lebens nicht mehr sicher ist, unterkunft geben, bis die reise weitergeht. die sich einen tag frei nehmen, um die leute zu treffen, mit denen man virtuell an einem strang zieht. die sich um einander sorgen.
menschen, die einen dazu bringen, entfernungen noch etwas mehr zu hassen als sonst. weil man spürt, dass man eigentlich ganz dringend eine umarmung persönlich ausliefern sollte.

empathie ist das, was vom netz übrig bleibt.
(übrigens: in beiden netzen befinden wir uns mehr oder weniger den ganzen tag. im sozialen wie im virtuellen. was hindert uns daran, im sozialen netz die gleiche empathie zu zeigen, wie im virtuellen? ist es nicht doch die angst, empathie als schwäche ausgelegt zu bekommen…?)
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going private

ein blog ist ja meistens etwas, das man mit „going public“ verbindet. mit dem den menschen innewohnenden wunsch, sich mitzuteilen und in interaktion zu treten. gedanken, meinungen und vermeintliche geistesblitze zu veröffentlichen, in der leisen hoffnung, es mögen sich gleichgesinnte oder andersdenkende finden.
stimmt. gilt auch für manches hier.
dennoch: manches ist einfach nur abgelassene luft; die suche nach einem ventil, um nicht daran zu ersticken, was geist und seele (und mitunter auch den körper) umtreibt.
und weil ich bei derlei „seelischer kehrwoche“ auf sporadisch zugeteilte aufmerksamkeit und die mit ihr einhergehende neugier dankend verzichten kann, werden jene posts ab sofort nur noch privat veröffentlicht.
if you got no key, you’re not meant to read it.
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